Guten Morgen zusammen 🇮🇸
Gestern war ein sehr ereignisreicher Tag. Wir haben unglaublich viel gesehen und am Abend kamen als Krönung noch die Polarlichter dazu. 🌌 Ich glaube, langsam wird sich bei einigen von uns auch die Müdigkeit bemerkbar machen. 😉
🧊 Heute stellt sich deshalb eine wichtige Frage
Auf unserer Reise durch Island wollte ich unbedingt die Gletscherlagune Jökulsárlón und den Diamond Beach besuchen. Für mich gehören diese beiden Orte zu den grossen Höhepunkten Islands.
Leider ist dieser Ausflug auch mit einiger Fahrerei verbunden.
Von unserer jetzigen Unterkunft benötigen wir ungefähr 2¾ Stunden bis zur Gletscherlagune und zum Diamond Beach.
Ursprünglich hatte ich geplant, anschliessend für die ganze Gruppe eine Unterkunft in Höfn zu buchen. Dort war aber leider nichts mehr zu einem vernünftigen Preis verfügbar.
Deshalb fahren wir nach dem Besuch der Gletscherlagune wieder zurück zum Hotel Geirland bei Kirkjubæjarklaustur. Von der Lagune sind es ungefähr 1½ Stunden Fahrt.
Das tut mir leid und ich möchte mich dafür entschuldigen. Bei einer Gruppe unserer Grösse ist es momentan nicht ganz einfach, kurzfristig passende und noch bezahlbare Unterkünfte zu finden.
🚗 Variante 1 - Jökulsárlón & Diamond Beach
Wer Lust auf einen grossen Island-Tag hat, fährt mit zur Gletscherlagune Jökulsárlón und zum Diamond Beach.
Dort treiben Eisberge durch die Lagune Richtung Meer. Am schwarzen Strand liegen anschliessend die vom Atlantik wieder angespülten Eisblöcke - daher der Name Diamond Beach.
Es wird ein längerer Tag und wir sitzen einige Stunden im Auto. Dafür wartet dort eine Landschaft, die man wohl nicht so schnell vergisst.
🌿 Variante 2 - ein ruhigerer Tag rund um Vík
Wer merkt, dass die letzten Tage langsam in den Knochen stecken, kann bewusst in der Region Vík bleiben. Das ist keine schlechte Alternative - rund um Vík gibt es genug zu entdecken.
🌊 Reynisfjara & Reynisdrangar
Der berühmte schwarze Strand mit seinen Basaltsäulen und den Felstürmen im Meer. Bitte unbedingt grossen Abstand zum Wasser halten - die Wellen dort können auch bei schönem Wetter gefährlich sein.
⛰️ Dyrhólaey
Das markante Kap westlich von Vík mit seinem riesigen Felsbogen und einem fantastischen Blick über die schwarze Südküste.
🧊 Sólheimajökull
Eine gut erreichbare Gletscherzunge des Mýrdalsjökull. Schon der Spaziergang Richtung Gletscher lohnt sich.
💦 Kvernufoss
Ein wunderschöner Wasserfall in einer kleinen Schlucht östlich von Skógafoss. Deutlich ruhiger als sein berühmter Nachbar.
💦 Skógafoss
Einer der bekanntesten Wasserfälle Islands. Wer noch Energie hat, kann über die Treppe auch zur oberen Aussichtsplattform steigen.
Damit besteht heute ausdrücklich die Möglichkeit, einen Gang zurückzuschalten. Niemand muss das Gefühl haben, unbedingt die lange Tour mitfahren zu müssen.
🛏️ Unsere Übernachtung
Der grösste Teil der Gruppe übernachtet im Hotel Geirland bei Kirkjubæjarklaustur.
Leider reicht die Unterkunft nicht für uns alle. Deshalb muss ein Paar ausgelagert werden und in Vík übernachten.
Wer wäre bereit, diese Nacht in Vík zu verbringen? Es müsste ein Paar sein, das hier etwas flexibel ist. Vielen Dank! 😊
💰 Vorschuss
Drei Personen haben mir den Vorschuss von CHF 500.- noch nicht überwiesen. Ich hoffe, dass dies demnächst noch erledigt wird. Danke!
👥 Gemeinsam unterwegs
Es wäre schön, wenn wir heute und morgen auch wieder etwas gemeinsam als ganze Gruppe machen könnten - sei es ein Ausflug, ein gemeinsames Abendessen oder etwas anderes.
☀️ Und heute haben wir wettertechnisch einen Prachtstag vor uns!
Geniesst ihn und bitte passt beim Fahren auf. Die Landschaft ist spektakulär - aber zum Anschauen lieber kurz anhalten. 😉
Ich freue mich auf einen weiteren schönen Tag mit euch! 🇮🇸
🇮🇸 Noch ein persönlicher Gedanke
Ich war inzwischen schon einige Male in Island und vielleicht fällt es mir deshalb dieses Mal besonders auf.
Island fasziniert mich noch immer. Diese Weite, die Gletscher, Vulkane, Wasserfälle und schwarzen Landschaften sind einzigartig. Gleichzeitig hat mich in den letzten Tagen etwas nachdenklich gemacht, wie viele Menschen inzwischen hier unterwegs sind.
Orte, die ich von früher deutlich ruhiger in Erinnerung habe, sind heute grosse Touristenmagnete. Parkplätze werden grösser, Wege ausgebaut, Besucherströme gelenkt und an manchen Orten fühlt es sich fast ein wenig nach Massenabfertigung an.
Natürlich gehören auch wir zu diesen Touristen. Deshalb wäre es zu einfach, nur die anderen dafür verantwortlich zu machen. Wir wollen dieselben Wasserfälle, Gletscher und Landschaften sehen und fotografieren.
Trotzdem beschäftigt mich die Frage, wie viel Tourismus eine solche Landschaft verträgt, ohne dabei etwas von dem zu verlieren, weshalb wir überhaupt hierherkommen.
Vielleicht lohnt es sich deshalb auf unserer Reise zwischendurch bewusst anzuhalten, einen weniger bekannten Ort zu besuchen oder einfach einmal irgendwo auszusteigen, wo kein grosses Schild auf eine Sehenswürdigkeit hinweist.
Denn das Island, das mich immer wieder hierherzieht, findet man vielleicht gerade dort. 🇮🇸